Berlin für Foodies: Meine Highlights in Mitte

Berlin ist ein Mekka für Foodies. In der Hauptstadt gibt es, kulinarisch gesehen, nichts, was es nicht gibt: ob Currywurst, Sternerestaurant oder exotische Spezialitäten aus den entferntesten Winkeln der Welt – jeder Gaumenfreund wird hier fündig. Wenn ich in Berlin bin, suche ich mir meistens ein Hotelzimmer in „Mitte“ (neben der Budget-Design Kette Motel One kann ich euch auch das Easyhotel am Rosenthaler Platz empfehlen – hier geht es zu meinem Hotelbericht). Von dort aus kann ich viele Sehenswürdigkeiten und Lieblingsorte bequem zu Fuß erreichen und bin auch S- und U-Bahn-technisch perfekt angebunden. Und auch für Foodies gibt es hier ein paar leckere Adressen.

Frühstücken in Mitte

Ohne ein gutes Frühstück geht bei mir nichts. Und ich meine nicht einen schnellen Coffe-to-go im Plastikbecher und ein fettiges Aufbackhörnchen in die Hand. Ein perfektes Frühstück besteht für mich aus einem guten Kaffee, einer druckfrischen Zeitung, einem nahrhaften Gericht, das mich bis mittags satt hält und einem netten Ambiente, in dem ich gut und gerne mal eine halbe Stunde bis Stunde verbringe.

Was gar nicht geht: muffelige Thekenkräfte, billige Industrieware zu teuren Preisen und schnatternde Touristengruppen am Nebentisch (daher buche ich prinzipiell in europäischen Hotels kein Frühstück, sondern suche mir vor Ort meist ein nettes Café).

 

Businessfrühstück im KAFFEEMITTE

Ofenfrische Cornetti, bunter Obstsalat mit Müsli oder wenn es doch etwas herzhaftes sein soll, Rührei und Spiegeleier – die Frühstücksauswahl im Kaffeemitte ist gut und schmackhaft. Die Gerichte werden frisch hinter der Theke zubereitet (Wartezeit: max. 10 Minuten). Der Kaffee aus der italienischen Siebträgermaschine schmeckt göttlich und für Lesestoff ist mit einer Auswahl an aktueller Tagespresse auch gesorgt. Das Publikum ist bunt gemischt: Kreative, Männer in Anzügen, Studenten. Ich schnappe mir die Süddeutsche Zeitung, beziehe einen Platz an der Fensterfront und lasse mir meinen „Flat White Coffee“ und das Müsli mit frischen Früchten schmecken.

Adresse: Weinmeisterstraße 9a, 10178 Berlin
Preis – Leistung: Fair (7,60 Euro)
Selbstbedienung

 

Wachwerden unter digitalen Bohemiens im St. Oberholz

Kaffee, Essen, Coworking – das ist das Konzept des legendären Café St. Oberholz. 2005 gegründet, ist das Café über die Jahre zu einem Hotspot für Digitalnomaden und Startups lanciert. Über dem Café befindet sich ein Coworking Space für Mitglieder, Team- und Konferenzräume und Apartments. Das Publikum ist international – meine Bestellung (einen Flat White Coffee und ein Birchermüsli) gebe ich auf Englisch auf. Auch hier gibt es Tageszeitungen, wobei die meisten Besucher um mich herum bereits in ihre Laptops oder Smartphones versunken sind.

Adresse: Rosenthaler Str. 72A, 10437 Berlin
Preis – Leistung: Fair (7,10 Euro)
Selbstbedienung

 

Gesunder Kickstart in den Tag im Rose Garden

DIE Adresse für Fans von Superfoods und gesunder Ernährung: im Rose Garden Berlin kann man morgens ohne schlechtes Gewissen schlemmen. Ob Chia Pudding, Bircher Müsli, Smoothie Açaí oder herzhafte Quinoa Breakfast Bowls – die Frühstück-Bowls sind üppig, lecker und gesund. Der Kaffee ist auch köstlich, obwohl ich fünf Sekunden lang überlege, mir nicht eine „gesündere“ Alternative aus der großen Teekarte auszusuchen (aber wir wollen es ja nicht übertreiben…). Auch hier komme ich nur mit Englisch an der Theke weiter. Was ich gut finde: alle Bowls stehen an der Essenstheke nochmal nebeneinander aufgereiht – für alle „Einsteiger“ wie mich, die sich unter all den gesunden Begriffen auf der Karte nicht so viel vorstellen können. Im hinteren Bereich des Cafés gibt es viele Magazine und aktuelle Tagespresse sowie einen kleinen Shop mit Rezeptbüchern, Feinkost und allen möglichen Kochutensilien.

Adresse: Alte Schönhauser Straße 61, 10119 Berlin
Preis – Leistung: Für Berlin schon teuer, aber für die Qualität durchaus fair (10,30 Euro)
Selbstbedienung

 

 

Mittagessen in Mitte

Es gibt zwei Adressen in Berlin Mitte, die ihr unbedingt mal ausprobieren müsst, wenn ihr Fan von fremdländischer Küche seid:

 

Dada Falafel

DIE Adresse, wenn ihr gut arabisch essen wollt. Und ich meine hier keinen Dönerteller für unter fünf Euro, sondern wirklich hochwertige, arabische Spezialitäten. Bei Dada Falafel schwebe ich als großer Fan der arabischen Küche auf Wolke sieben. Rauchiges Babaganoush, ofenfrisches Fladenbrot, sattgrüne Falafel, köstlich abgeschmecktes Couscous und Tabouléh, gegrillter Halloumi Käse oder knusprige Teigtaschen mit Spinat- und Fleischfüllung. Dazu: frischer Minztee mit einem satten Büschel frischer Pfefferminze. So muss arabische Küche schmecken! Der Service ist freundlich und schnell und steht euch auch gerne beratend zur Seite.

Adresse: Linienstraße 132, 10115 Berlin
Meine Empfehlung: Mit dem „Dada Teller“ liegt ihr richtig, wenn ihr von allen Spezialitäten gerne mal probieren möchtet. Gibt es auch in einer vegetarischen Version. (10,50 Euro) Bedienung am Tisch

 

 

Monsieur Vuong

Vom Orient nach Asien: Fans von vietnamesischem Essen werden Monsieur Vuong lieben. Das Lokal hat mittlerweile Kult-Status und ist den ganzen Tag über gut besucht, aber es findet sich meistens ein Plätzchen an dem man in die kulinarische Welt Asiens eintauchen kann. Ob Glasnudelsalat, Frühlingsrollen, gegrillte Hühnerspieße oder Tofu-Gerichte – das Geschmackserlebnis kommt einem realen Besuch der Garküchen Vietnams gleich. Köstlich!

Adresse: Alte Schönhauser Straße 46, 10119 Berlin
Preis – Leistung: Fair
Bedienung am Tisch

 

Abendessen in Mitte

Den Tag bei einem guten Essen und einem Glas Wein ausklingen lassen und mit der besseren Hälfte oder der besten Freundin die Ereignisse des Tages Revue passieren lassen – da kenne ich in Berlin keine geeignetere Adresse, als den „Mädchenitaliener“.

 

Pasta, die glücklich macht beim Mädchenitaliener

Ohne Reservierung geht hier nichts! Das Restaurant ist proppenvoll, als ich um 20 Uhr durch die Eingangstür trete. Die Scheiben sind angelaufen, das Licht ist gedämmt und hinter der Küchentheke zischt und brutzelt es. Es riecht verführerisch, die Weinkarte klingt vielversprechend und die Abendkarte ist zwar mit sieben Hauptgerichten recht reduziert, dennoch fällt die Auswahl bei all den Köstlichkeiten schwer. Ich entscheide mich schließlich für die Tagliatelle mit frischen Feigen, Fenchelsalami, Pinienkernen, Honig, Mohn, Rosmarin und Grana Padano. (Meine Begleitung wählt die Tagliatelle mit frischen Trüffeln). An den Tischen um uns herum summt es wie in einem Bienenkorb: beste Freundinnen tauschen sich über die jeweiligen Beziehungsstände und Neuigkeiten aus, eine Mutter plant mit ihrer Tochter den nächsten gemeinsamen Mallorca Urlaub, eine Gruppe Freundinnen studiert die Dessertkarte und löffelt ein paar Minuten später eine gemeinsame Portion cremiges Mousse au Chocolat. Der Mädchenitaliener ist kein Ort zum Kalorienzählen. Es ist ein Restaurant zum Wohlfühlen und Glücklichsein (was auch dem wunderbaren Service zu verdanken ist!)

Adresse: Alte Schönhauser Straße 12, 10119 Berlin
Preis – Leistung: Fair (Ich zahle für Wein, Wasser, Pasta und Dessert rund 30 Euro)
Bedienung am Tisch

 

 

Natürlich ist das hier nur ein Auszug meiner Lieblingsadressen. Habe ich ein Café / Restaurant in Mitte vergessen? Oder hast du einen persönlichen Favoriten, den ich hier nicht mit aufgezählt habe? Dann freue ich mich auf dein Kommentar!

2 Comments

  • Charis sagt:

    Wenn Du Monsieur Vuong magst, mast Du sicher auch das Umami am Prenzlauer Berg. Musst Du mal ausprobieren. Lohnt sich! Dort ist es auch am Abend schön, weil man toll draußen sitzen kann.
    Liebe Grüße!

    • Sabine sagt:

      Lieben Dank für den Tipp! Den Stadtteil knüpfe ich mir das nächste Mal vor 🙂 Glg und ich hoffe, man sieht sich bald mal wieder

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