Kapstadt zu Fuß entdecken

Stadtspaziergang durch die Trendmetropole Kapstadt

Es scheint, als hätte hier jemand das Paradies nachbilden wollen: der Himmel über Kapstadt leuchtet bei meiner Ankunft am Capetown International Airport in einem strahlenden Blau, die schneeweißen Wolkenschleier wabern wie flüssiges Eis über den Rücken des Tafelbergs, die Pflanzen am Straßenrand blühen in einer nahezu verschwenderischen Farbenpracht und Intensität. Willkommen in Südafrika, dem Land, das nicht erst seit der Fußballweltmeisterschaft bei mir Fernweh auslöst, sondern dank seines Reichtums an Kultur, Natur und Kulinarik schon seit Jahren auf meiner „Orte-die-ich-unbedingt-mal-bereisen-möchte“-Liste ganz weit oben steht. Ich fühle mich dank meines komfortablen Flugs in der Business Class fit, und die Zeitumstellung von gerade mal einer Stunde ist ideal, um nach einer kurzen Verschnaufpause, direkt auf eine erste Erkundungstour zu Fuß durch Kapstadt zu gehen.

Stadtrundgang Kapstadt

Auch in Kapstadt prägen mittlerweile die quietschroten „Hop On- Hop Off“ Sightseeingbusse das Straßenbild. Nach meinem Langstreckenflug und dank der übersichtlichen Stadtstruktur Kapstadts, entscheide ich mich heute aber für die Erkundungstour zu Fuß. Bestens ausgestattet mit meinem Südafrika-Reisehandbuch stürze ich mich in die trubeligen und bunten Straßen Kapstadts. Auf meinem Spaziergang habe ich das erste Mal das Gefühl, richtig in Afrika angekommen zu sein.

Kapstadt zu Fuß entdecken

Dank meines Spaziergangs, fühle ich mich nach kürzester Zeit bereits heimisch.

Als Ausgangspunkt, so empfiehlt es mein Reiseführer, eignet sich der Greenmarket Square mit seinen vielen Restaurants und Cafés und den zahlreichen Künstlern, die hier ihre Ware feilbieten.

Greenmarket Square Kapstadt

Greenmarket Square Kapstadt

Am Ende der Fußgängerzone befindet sich die grüne Lunge der Stadt, der Company’s Garden. Neben zutraulichen Eichhörnchen sind hier alle wichtigen Museen Kapstadts nur einen Steinwurf entfernt.

Die Long, Kloof und Bree Street laden mit ihrer Fülle an Cafés und Restaurants zu einem kurzen Zwischenstopp ein. Viele individuelle Galerien und Shops junger Designer und Künstler säumen hier die Straßenzüge.

Kloof Street Kapstadt

„Sehen und gesehen werden“ – das Motto der Kloof Street.

 

Kloof Street Kapstadt

Verhungern kann hier bei dem großen Angebot an Cafés, Bars, Clubs und Restaurants so schnell niemand….

Im De Waterkant Viertel findet sich ein Querschnitt an Kapstadts Shopping-Möglichkeiten wider. Von hier aus sind es nur wenige Gehminuten in Kapstadts ältestes Viertel, das Bo-Kaap, das vor allem auf Grund seiner farbenprächtigen Häuser in keinem Kapstadt-Reiseführer, und natürlich auch bei keinem Stadtspaziergang, fehlen darf.

 

Über den Fanwalk geht es mit Blick auf das Cape Town Stadium weiter nach Green Point. Von hier ist es nur noch ein Katzensprung zur Victoria & Alfred Waterfront, einst ein umtriebiges Hafenquartier, das mittlerweile zu einer der beliebtesten Besucherattraktionen und Ausgehmeilen Südafrikas zählt:

  • Der Nobel Square mit den Statuen von allen vier südafrikanischen Nobelpreisträgern
  • Der Foodmarket mit vielen köstlichen nationalen und internationalen Spezialitäten
  • Und das Watershed Gebäude mit Ausstellungsräumen vieler heimischer Künstler und Designer, lohnen definitiv einen Besuch.

Meine persönlichen Empfehlungen für euren Stadtspaziergang durch Kapstadt:

Unbedingt probieren: Biltong

Ledrig und schrumpelig kommt er auf den ersten Blick daher – Biltong, Südafrikas beliebtester Nationalsnack. Der Legende nach schnitten einst Hirten das Fleisch ihrer Herdentiere in Streifen und legten es unter den Sattel ihrer Pferde. Das Fleisch wurde so beim Reiten zart massiert und erhielt eine ganz besondere Würze. Natürlich ist die Zubereitung heute eine andere. Das Fleisch wird in eine Marinade aus Zucker, Salz, Gewürzen und ein wenig Essig eingelegt und für einige Tage zum Trocknen an die Luft gehängt. Die Südafrikaner knabbern das Trockenfleisch zu Rugby und Bier oder ganz beiläufig als Snack. Eine breite Auswahl an Varianten der schmackhaften, südafrikanischen Spezialität findet sich am Stand von Stokkiesdraai Biltong im Victoria & Alfred Foodmarket.

Einzigartiges City-Panorama aus 40 Meter Höhe

Ich empfehle euch unbedingt eine Fahrt in dem großen Riesenrad an der Victoria und Albert Waterfront,  dem sogenannten Cape Wheel. Am besten plant ihr die Fahrt kurz vor Sonnenuntergang – der Ausblick auf Kapstadt und den Tafelberg ist atemberaubend.

Einzigartiges City-Panorama aus 1.000 Meter Höhe

2011 wurde der Tafelberg zu einem der „Neuen 7 Weltwunder der Natur“ gewählt. Das 60 Quadratkilometer große Sandsteinmassiv, zählt mit über 1.500 Pflanzenarten zu einer der botanisch reichsten Regionen der Welt. Über 300 Wanderwege führen hinauf auf das 1.000 Meter hohe Wahrzeichen der Stadt. Wer es ein wenig bequemer mag, fährt in drei Minuten mit der modernen Seilbahn auf den Gipfel. Von hier aus bietet sich ein einzigartiges Panorama über Kapstadt, der Gefängnisinsel Robben Island, den Ozean und die angrenzenden Landmassen.

Hier könnt ihr die wichtigsten Stationen meines Stadtspaziergangs durch Kapstadt nochmals in der Karte nachverfolgen.

(Ein Klick auf die Marker und ein Textfenster öffnet sich.)

 

Die Reise fand in Kooperation mit Turkish Airlines statt. Der Artikel gibt die Meinung der Autorin wieder.

 

2 Comments

  • Zu Fuß ist einfach immer noch die beste Möglichkeit, um fremde Orte kennenzulernen! Alles andere geht viel zu schnell und wir verpassen die schönen Details! Ich habe jetzt auf jeden Fall richtig Lust auf Kapstadt bekommen!!!

    • Sabine sagt:

      Liebe Jana, du sprichst mir aus der Seele. Bei meiner Reise nach Abu Dhabi und Dubai im Rahmen des „Blog around the World“ Projekts, war ich richtig enttäuscht, dass ich meine Sightseeingtour nur mit so einem roten Touribus absolvieren konnte…zu Fuß waren einfach die Distanzen in dieser Fußgänger-unfreundlichen Region zu weit und zu lebensgefährlich 😉 (Autoverkehr). Mit so einem Stadtrundgang zu Fuß findest du dich binnen kürzester Zeit zurecht und kannst ein Gespür für die Stadt entwickeln, das du in einer UBahn oder in einem Bus so schnell nicht bekommst. Glg nach Leutkirch (der Nachwuchs müsste doch bald mal raus wollen, oder?)

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